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Das war nun die Ausgangssituation.
Die alte Brücke in Darnstedt war mächtig in die Jahre gekommen und eine neue mußte gebaut werden.
Früher hätte man dazu die Strecke
wahrscheinlich Monatelang sperren müssen, was eigentlich gar nicht durchführbar gewesen wäre.
Heutzutage geht das ganz anders.
Glücklicherweise war in unmittelbarer Nähe genug Platz vorhanden und so wurde praktisch nebenan die neue Brücke in moderner Schalbauweise komplett
gegossen.
Nach dem Abriss der alten wird dann diese einfach an die Stelle geschoben.
Hört sich einfach an, ist aber manchmal gar nicht so einfach. Besonders wenn dann der Bauuntergrund nicht mitspielt.
Übrigens hat man schon in den 70 - igern Jahren
diese Methode erfolgreich angewandt.
Die Schmidtstedter - Brücke in Erfurt, kurz vor dem Bahnhof, wurde auf die gleiche weise gebaut und dann komplett eingeschoben.
Innerhalb einer Woche sollte eigentlich alles erledigt sein. Abriss der alten Brücke und Einschub der neuen.
1800 Tonnen wiegt das gute Stück und beim Einschub gab dann ganz unverhofft der Untergrund nach. Ein weiterer Einschub war dann nicht mehr möglich. Also ging erstmal alles retour. Da steckt man nicht drin. Hier auf diesen Fotos wird die Brücke gerade wieder zurückgeschoben. Unkenrufen zufolge hätte man nicht genau recherchiert und der Baugrund wäre nur Stümperhaft untersucht worden. Muschelkalk mit vielen Hohlräumen, ein paar hundert Meter weiter ist früher mal Sole abgepumpt worden.
Der Untergrund wurde dann nocheinmal verfestigt und nach einer weiteren Woche stand dann das gute Stück an seinen neuen Platz. Sollte jetzt nochmal was absacken, ist das nicht weiter schlimm, dann wird oben eben aufgeschottert.
Gleichzeitig wurde in unmittelbarer Nähe, quasi nebenbei, die alte Blockstelle Darnstedt abgerissen.
Da, wo der Bagger drauf steht, das war sie einmal.
Text und Fotos : T.Böhme